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BNE-Meilensteine

2023

BNE-Kampagne "Lernen. Handeln. Gemeinsam Zukunft gestalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Am 1. Januar 2023 fiel der Startschuss für die neue BNE-Kampagne "Lernen. Handeln. Gemeinsam Zukunft gestalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung". Mit der Kampagne werden Akteurinnen und Akteure gewürdigt, die sich für BNE engagieren. Neben einer verstärkten Vernetzung untereinander sowie der Gewinnung von neuen Akteurinnen und Akteuren treibt die Kampagne die strukturelle Verankerung von BNE und die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans BNE voran. Verschiedene Persönlichkeiten aus dem Nachhaltigkeitsbereich fungieren als Testimonials und berichten über ihre Beweggründe, weshalb sie sich für eine nachhaltige Welt einsetzen, und ihre Vorbilder. Zum Auftakt der Kampagne fand am 23. Januar 2023 außerdem die Veranstaltung "Wir sind BNE – Gemeinsam Zukunft gestalten" in Berlin statt. Hier kamen über 140 Gäste in Präsenz sowie 400 Gäste online zusammen, die am Bühnenprogramm, einer Ausstellung und Barcamps verschiedener BNE-Akteurinnen und Akteure sowie nachhaltiger Start-ups teilnahmen.

Kampagnenvisual: #bnejetzt Lernen.Handeln.Gemeinsam Zukunft gestalten.
© BMBF

UNESCO-Greening Education Partnership

Der Klimawandel erfordert einen schnellen und radikalen Wandel auf allen Ebenen. Bildung wird dabei als zentrales Mittel angesehen, um die Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen und die Widerstandsfähigkeit von Lernenden zu stärken. Die neue "Greening Education Partnership" der UNESCO zielt daher darauf ab, Maßnahmen zu ergreifen, um jeden Lernenden auf die Bewältigung des Klimawandels und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung vorzubereiten.

2022

BNE-Monitoring: Veröffentlichung von Dokumentenanalysen in den Bereichen der formalen Bildung

Wie steht es um die Verankerung von BNE und Nachhaltigkeit in den Strukturen der Frühkindlichen Bildung, der Schule, der Hochschule und der Beruflichen Bildung im Jahr 2022? Dieser Frage sind Dr. Mandy Singer-Brodowski, Dr. Antje Brock und Jorrit Holst vom BNE-Monitoring-Team des Institut Futur an der Freien Universität Berlin nachgegangen. Das Ergebnis ihrer Forschung wurde in vier Dokumentenanalysen veröffentlicht – eine für jeden Bildungsbereich:

Revision der 1974 Empfehlung

Bis Ende Dezember 2022 konnten die UN-Mitgliedsstaaten die erste Version der überarbeiteten 1974 Empfehlung kommentieren. Die Kommentierungen werden für die Erarbeitung eines zweiten Entwurfs verwendet, der beim Internationalen Special Committee Meeting diskutiert wird. Das Reporting der 1974-Empfehlung umfasst ebenfalls das Reporting zu SDG 4.7 durch die Mitgliedsstaaten und spielt daher eine wichtige Rolle.

Beschlüsse der Nationalen Plattform BNE

Auf der 17. Sitzung der Nationalen Plattform (NP) auf Entscheidungsebene am 9. Dezember 2022 wurden mehrere Papiere diskutiert und beschlossen. Zunächst wurde die Erklärung "Partizipation, Beteiligungsmöglichkeiten und Freiräume" der AG "BNE & Jugendbeteiligung" beschlossen. Die Erklärung ist aus einem Aufruf des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung an die NP entstanden, sich zum Jugendengagement zu positionieren. Des Weiteren wurde der Katalog zu "Leitlinien und Gütekriterien digitaler Materialien für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" der UAG "Materialien" und der AG "Digitalisierung" beschlossen. Der Katalog ist im Austausch mit der NP und weiteren Expertinnen und Experten entstanden und stellt Anforderungen an die Qualität digitaler BNE-Materialien zusammen. Autorinnen und Autoren solcher Materialien dient der Gütekriterienkatalog als Orientierung und Unterstützung.

COP 27 und UNESCO-Jugendstudie

Die UNESCO hat im Zuge der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 27) in Sharm el-Sheikh (Ägypten) eine Reihe von Events zur Klimawandelbildung organisiert. In diesem Zuge hat die UNESCO auch ihren Bericht zu einer weltweiten Studie veröffentlicht, die sich auf die Berliner Erklärung von 2021 beruft, die Klimaschutz als ein Kernbestandteil der Lehrpläne fordert. Für die Studie wurden eine Umfrage sowie Konsultationen mit über 17.000 Jugendlichen aus 166 Ländern durchgeführt. Es zeigt sich, dass 70% der jungen Menschen die Qualität der erhaltenen Bildung zum Klimawandel hinterfragen.

Im Zuge der COP 27 fand außerdem der "Youth and Future Generations Day" statt, um den Stimmen der Jugend eine Plattform zu bieten. Der Tag präsentierte die Erfolgsgeschichten und Herausforderungen der Jugend und ermöglichte den Austausch mit politischen Entscheidungstragenden und Praktikerinnen und Praktikern.

Nationale Weiterbildungsstrategie

Das BMBF und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) haben im September 2022 die erweiterte Nationale Weiterbildungsstrategie vorgestellt. Die Vermittlung von Zukunftskompetenzen ist integraler Bestandteil dieser Strategie, arbeitsmarktpolitische und bildungspolitische Instrumente sollen enger verzahnt werden. Damit wird ein wichtiger Hebel für die Beschleunigung der Verankerung von BNE in der Beruflichen Bildung umgesetzt.

Transforming Education Summit

Vom 16. bis zum 19. September 2022 fand der Transforming Education Summit der Vereinten Nationen in New York statt. Das Treffen wurde einberufen, um die globale Bildungskrise zu bekämpfen, die eine starke Auswirkung auf die Zukunft der Kinder und Jugend weltweit hat. Der Gipfel gehört zur "Our Common Agenda", die 2021 vom UN-Generalsekretär ins Leben gerufen wurde.

Konstitution des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung

Auf der nationalen Ebene hat sich am 12. September 2022 der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung der neuen Legislaturperiode konstituiert. Er tagt auf Basis der sechs Transformationsbereiche der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS). BNE fällt unter den Transformationsbereich 1 ("Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten, soziale Gerechtigkeit"). Die Arbeit des Ausschusses wird in Zukunft von Transformations-Teams vorbereitet, an denen sich das BMBF beteiligt. Zukunftskompetenzen/Aus-, Fort- und Weiterbildung ist dabei ein zentraler Themenbereich, in dem BNE eine bedeutende Rolle spielt.

EU-Ratsempfehlung zu BNE

Am 16. Juni 2022 hat die Europäische Union eine Empfehlung zum Lernen für den grünen Übergang und nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Die Empfehlung stellt eine zentrale Grundsatzerklärung zu der Bedeutung von Bildung beim Lernen für Nachhaltigkeit dar.

Open-Government-Partnership-Prozess (OGP)

Das BMBF beteiligt sich am Open-Government-Partnership-Prozess (OGP) zur Förderung von Transparenz, Bürgerbeteiligung, Korruptionsbekämpfung und Nutzung neuer Technologien. Die Ergebnisse eines für BNE durchgeführten Konsultationsprozesses werden auf dem BNE-Portal veröffentlicht und in den deutschen BNE-Gremien-Prozess eingespeist.

BNE-Auszeichnungen und BNE-Preis

Drei Veranstaltungen zur Verleihung der "Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung" wurden gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission im März, Oktober und Dezember 2022 durchgeführt. Zudem wurde am 18. Mai 2022 erstmals der "Nationale Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung" gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission an zehn Akteurinnen und Akteure verliehen, die sich in besonderer Weise für BNE einsetzen.

EU-Ratsempfehlung

Die EU-Ratsempfehlung zum Lernen für ökologische Nachhaltigkeit wurde angenommen. Sie trägt zur Umsetzung des europäischen Green Deals bei und stärkt den internationalen BNE-Prozess der Roadmap 2030, BNE als vorrangigen Bereich in Strategien und Programmen der allgemeinen und beruflichen Bildung zu etablieren.

2021

UNESCO-Weltkonferenz zu BNE und Nationale Auftaktkonferenz

Vom 17. bis 19. Mai 2021 fand die globale Auftaktkonferenz für das UNESCO-Programm "BNE 2030" in Berlin statt. Sie wurde von der UNESCO und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet. Aufgrund der Sars-Cov-2-Pandemie wurde die Konferenz von 2020 um ein Jahr verschoben und digital abgehalten.

Im Anschluss fand am 19. Mai die nationale Auftaktkonferenz "Mit BNE in die Zukunft“ statt. Mit ihr begann das deutsche Programm für "BNE 2030".

Einen Rahmen um beide Veranstaltungen bildeten die BNE Wochen, die vom 1. bis zum 31. Mai verschiedenen BNE-Handlungsmöglichkeiten und Praxisbeispiele sichtbar machten.

Keyvisual der UNESCO-Konferenz
© BMBF/UNESCO

2020

Pre-Konferenz-Workshops und UNESCO-Roadmap

Die UNESCO veröffentlicht eine neue "Roadmap" als Leitfaden zur Umsetzung des neuen Rahmens "BNE 2030".

Im Vorlauf der UNESCO Weltkonferenz führten BMBF und die Deutsche UNESCO Kommission (DUK) eine Reihe von Pre-Konferenz Online-Workshops durch. Die Diskussionen und Ergebnisse wurden benutzt, um das Konferenzprogramm weiterzuentwickeln.

Corona-Resolution der Nationalen Plattform BNE

Im August 2020 forderte die Nationale Plattform (NP) mit einer Corona-Resolution die Stärkung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und macht sich stark für mehr Bildungsgerechtigkeit und ein zukunftsfähiges Bildungssystem für alle. Die Erstellung der Resolution wurde vom Jugendforum youpaN initiiert und koordiniert. Die Verabschiedung der Resolution ist ein starkes Zeichen für eine gelungene Jugendpartizipation auf Bundesebene und damit gelebte BNE.

2019

Bildung für nachhaltige Entwicklung 2030

Die 40. UNESCO-Generalkonferenz verabschiedete 2019 das Programm "Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs", oder "ESD for 2030" (deutsch: "BNE 2030"). Es dient als Nachfolgeprogramm der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005 - 2014) und des Weltaktionsprogramms (2015 - 2019). "BNE 2030" übernimmt dabei erfolgreiche Strukturen, wie die fünf prioritären Handlungsfelder. Deutlicher betont wird die Rolle von BNE bei der Erfüllung der UN-Nachhaltigkeitsziele. Im Sommer 2020 trat es in Kraft.

2018

Der Weg zu einem neuen Rahmenprogramm

Die UNESCO veranstaltete zwischen 2016 und 2018 mehrere Symposien, um Ideen zu sammeln und Probleme zu identifizieren, die in einem Post-WAP-Programm enthalten sein sollten. Mehr als 250 Experten und Interessensvertreter waren an dem Prozess beteiligt.

2017

Nationaler Aktionsplan

Die Nationale Plattform verabschiedete den Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung. 130 Ziele und 349 konkrete Handlungsempfehlungen sorgen dafür, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell in der deutschen Bildungslandschaft verankert wird. Ihn haben die circa 300 Organisationen des BNE-Prozesses – insbesondere die BNE-Foren – zwischen Ende 2015 und Mitte 2017 gemeinsam erarbeitet.

2016

Erneuerte Nachhaltigkeitsstrategie und deutsche BNE-Auszeichnungen

2016 kam es zur Neuauflage der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (PDF | 5 MB). Darin wird BNE als Schlüsselinstrument identifiziert. Seit 2016 zeichnen das MBF und die DUK Kommunen, Lernorte und Netzwerke aus, die in vorbildlicher Weise BNE umsetzen (Gute-Praxis). 2019 wurden 100 Initiativen als Beispiele Guter-Praxis ausgezeichnet.

2015

Agenda 2030 und Globaler Aktionsplan

Die 70. Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". Dieses neue Rahmenprogramm schließt an die Dekade für nachhaltige Entwicklung (2005-2014) an. Ihr Kern sind die 17 Nachhaltigkeitsziele. Das Unterziel 4.7 betont die Bedeutung von Bildung, explizit Bildung für nachhaltige Entwicklung, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dazu wurde das Weltaktionsprogramm (WAP) BNE initiiert.

In Deutschland wurde zur Umsetzung des WAP die Nationale Plattform als zentrales Leitungsgremium vom BMBF einberufen. Sie besteht aus rund 40 Mitgliedern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen.

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© UNESCO

2014

Weltkonferenz und Nationale Konferenz

Vom 10. bis zum 12. November 2014 fand die Weltkonferenz zu Bildung für nachhaltige Entwicklung "Learning Today for a Sustainable Future" in Aichi-Nagoya, Japan, statt. Die Konferenz markierte das Ende der UN-Dekade und begründet den Beginn des Folgeprogramms "Global Action Programme on Education for Sustainable Development (2015-2019)". Sie begründete ebenfalls den UNESCO-Japan Preis, der an herausragende Projekte und Institutionen im BNE-Bereich verliehen wird. Dabei werden jährlich drei Auszeichnungen mit je 50.000 US-Dollar Preisgeld vergeben.

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© UNESCO

Am 29. und 30. September 2014 fand die Nationale Konferenz zu Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bonn statt. Sie wurde von BMBF und DUK gemeinsam ausgerichtet. Die knapp 500 Teilnehmenden waren Vertreter aller Bundesländer, sowie Experten anderer Länder, diskutierten die deutsche Umsetzung der UN-Dekade. Dabei würdigten sie Erreichtes und prüften zukünftige Möglichkeiten BNE weiter zu implementieren. Die Teilnehmenden verabschiedeten dabei die Bonner Erklärung (PDF | 256 KB) (PDF, 257KB, Datei ist nicht barrierefrei).

2012

Rio-20 Gipfel

Der Abschlussbericht des Rio+20 Gipfels betonte mehrfach die Bedeutung von BNE. Darin wird von den Mitgliedsstaaten gefordert, dass sie sich verstärkt dafür einsetzen BNE in ein breites Bewusstsein zu bringen. Dabei wurde die antreibende Rolle der UNESCO hervorgehoben.

2009

BNE-Weltkonferenz in Bonn

Die Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bonn setzte den Startschuss für die zweite Halbzeit der UN-Dekade. Die UNESCO und das Bundesministerium für Bildung und Forschung organisierten die Konferenz. 700 Teilnehmende aus über 150 Ländern verabschiedeten die Bonner Erklärung.

2008

Neuauflage des Nationalen Aktionsplan

Im September 2008 wurde der Nationale Aktionsplan aktualisiert.

2005

Erster Nationaler Aktionsplan

Der erste Nationale Aktionsplan definierte das zentrale Ziel der UN-Dekade: die Idee nachhaltiger Entwicklung in sämtlichen Bereichen der Bildung zu verankern. Mehr als 60 spezifische bildungspolitische Maßnahmen und Prüfungskriterien unterstützten den Plan.

2002

Rio+10 Gipfel und Ausrufung der UN-Dekade

10 Jahre nach der Konferenz in Rio traf sich die internationale Gemeinschaft zum Welt-Gipfel zu nachhaltiger Entwicklung in Johannesburg. Die UN-Generalversammlung entschied daraufhin ein UN-Dekade für Bildung für nachhaltige Entwicklung auszurufen. Die UNESCO leitete das Programm.

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© UNESCO

1992

UN-Konferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro und Agenda 21

Auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro trafen sich im Juni 1992 Vertreter aus 178 Ländern, um über Fragen zu Umwelt und Entwicklung im 21. Jahrhundert zu beraten. In Rio wurde das Konzept der nachhaltigen Entwicklung als internationales Leitbild anerkannt. Ein wichtiges Ergebnis der Konferenz war die Agenda21 als Reaktion auf den Brundtland-Report.

1987

Veröffentlichung Brundtland Report

Die World Commission on Environment and Development (WCED) veröffentlichte einen Report zu globaler nachhaltiger Entwicklung. Die Kommission leitete die frühere norwegische Premierministerin Gro Harlem Brundtland. Entsprechen wurde das Dokument als "Brundtland Report" (PDF extern | 4 MB) (PDF, 3MB, Datei ist nicht barrierefrei) bekannt und hatte erheblichen Einfluss auf zukünftige Umwelt- und Entwicklungspolitik.