Bayern
Lernnetzwerk Nachhaltige Bürgerkommune
Bildungsbereich: Informelles Lernen
Maßnahme Nr. 13
Ziele
Ziel der Maßnahme ist, dass aktive Kommunen an Qualitätszirkeln zu unterschiedlichen Themen teilnehmen. Sie setzen sich darin mit speziellen Fragen einer nachhaltigen Kommunalentwicklung auseinander. Angeleitet von Fachleuten, moderiert von einem "Netzwerk-Kümmerer" und in kollegialer Beratung erarbeiten sie sich strategischkonzeptionelles Wissen und erhalten Antworten auf konkrete Fragen sowie praktische Kenntnisse zur Umsetzung. Sie werden so in die Lage versetzt, aus dem Qualitätszirkel heraus konkrete Maßnahmen anzustoßen oder laufende
Maßnahmen zu optimieren. Die Ergebnisse aus den Qualitätszirkeln sind auch für andere Kommunen interessant und sollen weiter verbreitet werden.
Ausgangssituation
Der Anstoß für das Lernnetzwerk kam aus dem Modellvorhaben "21 Kommunen – Gute Beispiele für eine nachhaltige Kommunalentwicklung", das in den Jahren 2004 bis 2006 von der Technischen Universität München im Auftrag des Bayrischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz durchgeführt worden ist. Bereits in diesem Projekt haben kommunale Entscheidungsträger/innen verschiedene Handlungsspielräume für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort erarbeitet. Von ihnen kam schließlich auch der Wunsch, den kollegialen Austausch mit neuen Themen fortzusetzen und für weitere engagierte Kommunen zu öffnen. Es bestand Einigkeit, dass die kommunale Agenda 21 im Kern eine Bildungsaufgabe darstellt und mit besonderen Anforderungen an Gestaltungskompetenz verbunden ist.
Entwicklungsschritte und Akteure
Nach der Auftaktveranstaltung im Herbst 2007 treten im April 2008 die Qualitätszirkel zum ersten Mal zusammen. Angeboten werden Workshops zu vier Themen in insgesamt acht Gruppen; somit können bis zu 40 Kommunen teilnehmen. Ziel ist es, dass im Weiteren bis Ende 2009 möglichst 50 Kommunen eingebunden sein werden. Gleichzeitig zu den thematischen Zirkeln werden, gemeinsam mit der Zielgruppe, Standards für eine nachhaltige Bürgerkommune definiert werden, die insbesondere Governance-Aspekte berücksichtigen.
Überprüfungskriterien
Sind die Qualitätszirkel regelmäßig zusammengetreten?
Konnten die Qualitätszirkel auf fünf thematische Angebote ausgeweitet werden?
Ist es gelungen, gemeinsam Standards einer nachhaltigen Bürgerkommune zu definieren?
Findet ein Transfer von verallgemeinerbaren Erkenntnissen in andere Kommunen statt?
Erzeugt die Teilnahme an den Qualitätszirkeln eine zusätzliche Motivation?
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